Internetpräsenz weltwärts

Was kostet es?

Ein weltwärts-Einsatz wird öffentlich gefördert

weltwärts wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. Das BMZ übernimmt bis zu 75 Prozent der Ausgaben! Die übrigen 25 Prozent trägt Deine Entsendeorganisation bei. Daher wünschen sich die Entsendeorganisationen, dass Du Dich an der Spendeneinwerbung für den Freiwilligendienst beteiligst. Dies ist allerdings freiwillig und keine Voraussetzung für eine Teilnahme am weltwärts-Programm. Insgesamt sollen für Dich persönlich lediglich Visagebühren und Ausgaben für das Auswahlverfahren anfallen. Das Sammeln von Spenden für dein Projekt ist wünschenswert und stellt eine klassische Aufgabe in der Arbeit von entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen dar.

Die Entsendeorganisation sorgt für den Transport zum Einsatzort und wieder zurück oder erstattet Dir die Reisekosten. Notwendige Impfkosten werden bezahlt, sofern die Krankenkasse diese nicht übernimmt.
Im Einsatzland wird Dir eine ortsübliche Unterkunft sowie Verpflegung zur Verfügung gestellt. Während des Einsatzes erhältst Du ein Taschengeld.

Bin ich versichert?

Während Deines Freiwilligendienstes bist Du versichert. Der Umfang des Versicherungsschutzes wird von weltwärts festgelegt.

Das Versicherungspaket umfasst:

  • Auslandskrankenversicherung
  • Rücktransportversicherung (in der Regel in der Auslandskrankenversicherung enthalten)
  • Unfallversicherung inklusive Invalidität (Versicherungssumme 200.000 Euro mit 225 Prozent Progression)
  • Haftpflichtversicherung

Nach Deiner Rückkehr sowie während der Vorbereitungs- und Nachbereitungsseminare in Deutschland musst Du Dich selbst um den Versicherungsschutz kümmern.

Was wird nicht finanziert?

Ein weltwärts-Dienst ist kein Arbeitsverhältnis im sozialrechtlichen Sinne. Daher werden während Deines Einsatzes auch keine Beiträge in die Arbeitslosen- und Rentenversicherung gezahlt.

Der Abschluss einer Reisegepäckversicherung kann sinnvoll sein. Die Kosten musst Du jedoch selbst tragen. Außerdem kann die Entsendeorganisation von Dir verlangen, dass Du die Kosten für notwendige Visa trägst.

Die Auswahltreffen gehören ebenfalls nicht zum Leistungsangebot von weltwärts. Es ist daher möglich, dass die Entsendeorganisation Dich bittet, die Reisekosten selbst zu tragen und eine Aufwandsentschädigung für Unterkunft und Verpflegung zu leisten.

Was muss ich beitragen?

Geld in einem Kasten

In erster Linie engagierst Du Dich über den Einsatz vor Ort, eine Teilnahme am weltwärts-Programm bedeutet jedoch auch Engagement vor Deiner Reise und vor allem nach Deiner Rückkehr. Es ist eine gute Tradition in den Freiwilligendiensten, dass Freiwillige sich neben der Beteiligung an der Öffentlichkeitsarbeit der Entsendeorganisation durch den Aufbau eines privaten Spenderkreises engagieren. Mit Unterstützung durch die Entsendeorganisation kannst Du bei Freunden und Verwandten oder auch bei Stiftungen und Unternehmen um Spenden werben. In der Info-Broschüre von Eurodesk findest du viele hilfreiche Tipps und Ideen.

Deine Teilnahme an weltwärts ist aber ausdrücklich nicht davon abhängig, ob du Spenden einwirbst, dies geschieht auf freiwilliger Basis. Mithilfe von Spenden kann die Entsendeorganisation einen Teil ihrer Kosten decken. Darüber hinaus lernst Du durch das Spendensammeln, Dein Projekt vorzustellen. Üblich ist es, den Spendern regelmäßig Projektberichte zu senden. Diese Projektberichte fördern zum einen ein breiteres Bewusstsein für die Situation in den Entwicklungsländern. Zum anderen regen sie Dich zur Reflexion Deiner Tätigkeit an.

Die Spenderinnen und Spender erhalten von den als gemeinnützig anerkannten Entsendeorganisationen eine Spendenbescheinigung.

Knackpunkt Spenden

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat geregelt, dass Dein Freiwilligendienst ausdrücklich nicht davon abhängig gemacht werden darf, dass Du Spenden, beispielsweise über einen Förderkreis, einbringst. In der Realität wünschen sich aber die meisten Entsendeorganisationen genau dies von ihren Freiwilligen. Wer hat Recht? Warum benötigen die Entsendeorganisationen Spenden? Wie kann sichergestellt werden, dass niemand aus finanziellen Gründen vom weltwärts-Programm ausgeschlossen wird?

Weltwärts wird vom BMZ gefördert. In den meisten Fällen übernimmt der Staat drei Viertel der Gesamtausgaben für Deinen Freiwilligendienst, jedoch nicht mehr als 620 € pro Monat zuzüglich der Kosten für die Gesundheitsvorsorge. 25 Prozent der Ausgaben muss die Entsendeorganisation aus eigenen Mitteln bestreiten, im Durchschnitt sind dies 1.800 bis 2.500 Euro bei einem zwölfmonatigen Einsatz. Bei mehreren Freiwilligen kommt da schnell eine hohe Summe für die Entsendeorganisationen zusammen. Auch wenn das Einbringen von Spendenmitteln ausdrücklich keine Bedingung für die Teilnahme am weltwärts-Programm ist, so können viele Entsendeorganisationen auf die Einnahmen aus den Spenderkreisen also nicht verzichten.

Wir finden es gut, wenn Du Dich bereits vor Deinem eigentlichen Dienst für Deine Entsendeorganisation engagierst. Dies kann durch eine Spende aus Deinem persönlichen Umfeld sein, aber auch indem sich viele fremde Menschen mit einem kleinen Beitrag beteiligen, weil Du sie mit Deiner Idee und Deinem Engagement überzeugt hast. Viele Entsendeorganisationen unterstützen Dich beim Sammeln von Spenden mit Ideen und Materialien. Frag einfach nach!

Trotzdem gilt: Spenden sammeln ist keine Voraussetzung für eine Entsendung. Deine Entsendeorganisation darf also nicht auf das Einwerben von Spenden bestehen, dich zu bestimmten Beträgen verpflichten oder Fristen setzen, zu denen die Spenden eingegangen sein müssen.

Was wird nach der Rückkehr von mir erwartet?

Dein Einsatz endet nicht mit der Rückkehr nach Deutschland. Denn wir erwarten von Dir, dass Du Deine Erfahrungen teilst und Dich weiterhin für Dein Partnerprojekt, Deine Entsendeorganisation oder in anderer Form entwicklungspolitisch engagierst. Die Entsendeorganisationen bieten Nachbereitungsseminare und oft auch weitere Angebote an. Hier kannst Du andere Freiwillige kennenlernen oder wiedertreffen, Erlebtes aufarbeiten und lernen, wie Du Deine Erfahrungen am besten an andere weitergeben kannst. Es werden Möglichkeiten für ein Engagement in Deutschland aufgezeigt, außerdem kannst Du eigene Projektideen entwickeln und erfahren, welche Formen der Unterstützung es dafür gibt.