Internetpräsenz weltwärts

Wohin geht es mit weltwärts?

Einsatzländer für den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst

Im Prinzip kann es in alle sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländer weltwärts gehen. Nach der Länderliste der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zählen dazu Staaten in Asien, Afrika, Lateinamerika, Ozeanien und Osteuropa. Ein besonderer Schwerpunkt des Programms liegt auf Afrika.

2 junge Männer gehen einen Weg entlang

Sicherheit wird bei weltwärts großgeschrieben. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) prüft in jedem Fall, ob die Voraussetzungen in den jeweiligen Ländern und Projekten für einen Freiwilligeneinsatz gegeben sind. In einigen Ländern wird der entwicklungspolitische Freiwilligendienst wegen der schwierigen Rahmenbedingungen oder Sicherheitslage nicht angeboten.

Die Entsendeorganisationen sind außerdem an die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes gebunden. Alle Länder, für die das Auswärtige Amt eine Reisewarnung ausgesprochen hat, kommen nicht für weltwärts in Frage. In einigen Fällen bezieht sich die Reisewarnung nur auf bestimmte Landesregionen.

Hier ist weltwärts nicht möglich

In folgenden Ländern kannst Du derzeit keinen weltwärts-Dienst machen:

  • Nordafrika: Ägypten, Algerien, Libyen, Sudan
  • West- und Zentralafrika: Burkina Faso, Guinea, DR Kongo, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Sierra Leone, Tschad, Zentralafrikanische Republik
  • Ostafrika: Burundi, Madagaskar, Simbabwe, Somalia
  • Naher Osten: Irak, Jemen, Syrien
  • Mittelamerika: Haiti, Honduras, El Salvador, Guatemala, Nicaragua
  • Südamerika: Venezuela
  • Südasien: Afghanistan, Bangladesch, Pakistan
  • Ozeanien: Papua Neuguinea

Weitere Einschränkungen gelten für die folgenden Länder:

  • Aserbaidschan: Ein Freiwilligendienst ist nur in Baku möglich.
  • Äthiopien: Aufgrund der Visaschwierigkeiten sind Entsendungen nur an staatliche Einsatzstellen möglich. Aus Sicherheitsgründen kannst du nur in Addis Abeba und Umgebung sowie in Awassa und in den Provinzen Amhara und Tigray einen Freiwilligendienst machen.
  • Georgien: Ein weltwärts-Dienst ist in den Gebieten um die Verwaltungsgrenzen zu Südossetien und Abchasien nicht möglich.
  • Indien: Die Region Jharkhand ist für das weltwärts-Programm gesperrt.
  • Indonesien: Aufgrund von Visaeinschränkungen sind Entsendungen nach Indonesien nur in Ausnahmefällen möglich. Das Kultur- und Sozial-Visum kommt nach Prüfung durch indonesische Behörden für weltwärts nicht in Frage.
  • Kamerun: In den Regionen "Extrême Nord", "North-West" und "South-West", den Grenzgebieten zur Zentralafrikanischen Republik, auf der Halbinsel Bakassi und Umgebung sowie in den Grenzgebieten zu Nigeria und Tschad kannst Du keinen Freiwilligendienst machen.
  • Kenia: In den Stadt- und Slumgebieten von Nairobi und Mombasa sowie in folgenden Counties kannst Du keinen Freiwilligendienst machen: Mombasa, Lamu, Kilifi (nördlich von Malindi), Kwale, Tana River, Garissa, Wajir, Mandera, Marsabit, Turkana, West Pokot, Baringo (nördliche Gebiete).
  • Libanon: weltwärts-Einsätze sind nur sehr eingeschränkt, außerhalb der Teilreisewarnungsgebiete möglich.
  • Mexiko: Ein Freiwilligendienst ist nicht in allen Bundesstaaten möglich. Deine Entsendeorganisation hat nähere Informationen.
  • Palästinensische Gebiete: Ausreisen in die Palästinensischen Gebiete sind nur eingeschränkt möglich.
  • Philippinen: In einigen Regionen kannst du aktuell keinen weltwärts-Freiwilligendienst leisten: Mindanao, Zamboanga Peninsula (Region IX), Soccsksargen (Region XII), Autonomous Region of Muslim Mindanao (ARMM) mit dem Sulu-Archipel, also den Inseln zwischen Mindanao und Ost-Malaysien (wie Tawi-Tawi, Sulu, Basilan), Sulu-See, Palawan.
  • Senegal: Einsätze sind nur eingeschränkt möglich. Die Region Casamance ist für weltwärts komplett gesperrt.
  • Ukraine: keine Ausreisen auf die Halbinsel Krim und in die Ost- und Südukraine mit Ausnahme des Stadtgebietes von Odessa.

Nach Nepal, in die Mongolei und nach Brasilien können Freiwillige derzeit aus Visagründen nicht oder nur eingeschränkt entsendet werden.

Gut zu wissen

Die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes gelten für Freiwillige auch im Urlaub. Reisen in gesperrte Gebiete oder gesperrte Länder sind nicht gestattet. Reise- und Sicherheitshinweise für Dein Einsatzland findest Du auf der Webseite des Auswärtigen Amtes.

In Gambia, Sambia und Uganda können gleichgeschlechtliche Beziehungen strafverfolgt werden. Zurückhaltendes Verhalten in der Öffentlichkeit ist dringend angezeigt. Wenn du schwul oder lesbisch bist, solltest du dich vor deinem Einsatz über die aktuelle Situation informieren und deine Entscheidung für ein Einsatzland auf dieser Grundlage prüfen.