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Loslassen?
Mit Sicherheit!
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Mit weltwärts, dem Freiwilligendienst im Ausland des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) engagiert sich Ihr Kind in einem Projekt im Globalen Süden – etwa in den Bereichen Bildung, Umweltschutz, Soziales oder Sport. Junge Menschen verbringen 6 bis 12 Monate vor Ort, lernen eine neue Kultur kennen und wirken aktiv an Projekten mit, die eine nachhaltige Entwicklung fördern.
Sie fragen sich: Was ist ein anerkannter Freiwilligendienst im Ausland eigentlich? Ein solcher Dienst ist staatlich gefördert und rechtlich abgesichert und bietet jungen Erwachsenen die Möglichkeit, praktische Erfahrungen in Projekten zu sammeln, für die ihr Herz schlägt. All das bietet der Frewilligendienst weltwärts im Ausland. Die Kombination aus praxisnaher Arbeit, interkulturellem Lernen und offizieller Anerkennung macht die Erfahrung so wertvoll.
Stellen Sie sich vor, Ihr Kind gestaltet die Welt aktiv mit, entwickelt neue Fähigkeiten und kehrt nach einem Freiwilligendienst im Ausland mit einem frischen Blick auf die Zukunft und einem Rucksack voller unvergesslicher Erfahrungen zurück. Neue Kompetenzen und Perspektiven sind ein Sprungbrett fürs Leben – und etwas, das bleibt.
Mit weltwärts wird aus Loslassen eine bereichernde Reise: sinnvoll, sicher und von unschätzbarem Wert – für Ihr Kind und für Sie.
weltwärts ist wie ein FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) im Ausland. Im Alltag hat sich die Bezeichnung „FSJ im Ausland“ als Synonym für alle möglichen Freiwilligendienstprogramme im Ausland etabliert. Tatsächlich sind „FSJ im Ausland“ und „FÖJ im Ausland“ Programme, die vom Familienministerium gefördert werden und bestimmten Rahmenbedingungen unterliegen. Ein wesentlicher Unterschied ist die Finanzierung: Das weltwärts-Programm wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.
Mit weltwärts gehen junge Erwachsene in ein Land des Globalen Südens. Dort können sie sich für 6-12 Monate beispielsweise in einem sozialen oder einem ökologischen Projekt engagieren. Während die Möglichkeiten eines Auslandsfreiwilligendienstes im FSJ oder FÖJ sehr beschränkt sind, gibt es bei weltwärts über 6.000 Einsatzstellen in über 60 Ländern.
Umgekehrt machen bei weltwärts junge Erwachsene aus dem Globalen Süden einen Freiwilligendienst in Deutschland, im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes. Hierfür werden immer wieder Gastfamilien gesucht.
Damit Ihr Kind am weltwärts-Programm teilnehmen kann, sollten folgende formale und persönliche Voraussetzungen erfüllt sein:
Für einen Freiwilligendienst mit weltwärts müssen bestimmte gesundheitliche Voraussetzungen erfüllt werden. Diese beziehen sich auf das physische und psychische Vermögen, den Belastungen eines Auslandsaufenthalts unter teils deutlich ungewohnten Bedingungen und Anstrengungen gewachsen zu sein: Beispielsweise gibt es in den Tropen mit starker Hitze und Luftfeuchtigkeit andere Voraussetzungen als an Einsatzorten in extremer Höhenlage wie in den Anden. Auch die medizinische Versorgung ist von Land zu Land unterschiedlich.
Eine Behinderung oder Beeinträchtigung schließt die gesundheitliche Eignung nicht aus. Im Gegenteil, hierfür gibt es besondere Fördermöglichkeiten. Unterstützung und Beratung erhalten Freiwillige bei der Koordinierungsstelle weltwärts.
Ihr Kind kann sich bereits mit 17 Jahren für den weltwärts-Freiwilligendienst bewerben. Für die Ausreise ins Ausland ist jedoch die Volljährigkeit (18 Jahre) Voraussetzung.
Ja, weltwärts ist inklusiv und steht allen offen. Menschen mit und ohne Behinderung oder Beeinträchtigung können einen weltwärts-Freiwilligendienst leisten.
Alle wichtigen Informationen finden Sie hier:
Inklusion: weltwärts mit oder ohne Beeinträchtigung
Sie können sich außerdem zum inklusiven weltwärts-Freiwilligendienst von der Koordinierungsstelle weltwärts beraten lassen. Wenden Sie sich dazu an:
Ein weltwärts-Freiwilligendienst ist in einer Dauer zwischen 6 und 24 Monaten möglich. Der tatsächliche Zeitraum hängt von den Entsendeorganisationen und den Gegebenheiten am Einsatzort ab. Die meisten weltwärts-Freiwilligen leisten einen Dienst von circa 12 Monaten.
Berufserfahrung ist für eine Teilnahme an weltwärts nicht notwendig. Wenn Ihr Kind bereits Berufserfahrung hat, kann es diese jedoch oft gut einbringen. Viele Freiwillige kommen zum ersten Mal in Kontakt mit einem geregelten Berufsalltag und lernen so viel darüber, wie sie später arbeiten wollen.
Die Bewerbung und Auswahl der Freiwilligen laufen über die Entsendeorganisationen. Dabei sind die Verfahren von Organisation zu Organisation unterschiedlich, ebenso die Fristen. In den meisten Fällen startet das Bewerbungsverfahren im September – etwa ein Jahr vor der geplanten Ausreise. Alle Informationen und Fristen zu den einzelnen Einsatzplätzen finden sich in der weltwärts-Börse.
weltwärts ist kein gesetzlich geregelter Dienst und unterliegt nicht dem Jugendfreiwilligendienstgesetz (JFDG). weltwärts ist jedoch in Bezug auf den Kindergeldanspruch, die Verlängerung der Familienversicherung und die Anerkennung als Wartezeit bei der Vergabe von Studienplätzen über die ZVS den gesetzlich geregelten Freiwilligendiensten gleichgestellt.
weltwärts ist ein entwicklungspolitischer Freiwilligendienst und entsendet daher in Länder der sogenannten OECD/DAC-Liste. Diese umfasst die Länder des Globalen Südens in Afrika, Asien, Lateinamerika, Ozeanien und Osteuropa.
Entsendungen erfolgen nur in Länder, in denen es lokale Partnerorganisationen gibt, die mit den deutschen Trägerorganisationen zusammenarbeiten und geeignet sind, einen Freiwilligeneinsatz umzusetzen.
Das Auswärtige Amt prüft Reisewarnungen. Entsendet wird nur in Regionen und Länder, für die keine Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes vorliegen. Das BMZ stimmt sich zum Thema Sicherheit regelmäßig mit dem Auswärtigen Amt ab. Länder mit erhöhter Gefährdung (zum Beispiel politische Unruhen) sind ausgeschlossen.
Mehr Informationen zu den weltwärts-Einsatzländern finden Sie hier:
Freiwilligenarbeit im Ausland: Länder & Tätigkeitsfelder - weltwärts
Grundsätzlich ist eine Verkürzung des Freiwilligendienstes nicht vorgesehen. Bei Vorliegen wichtiger Gründe wie z.B. Krankheit, familiäre Notfälle oder die Verschlechterung der Sicherheitslage im Einsatzland ist ein Abbruch des Freiwilligendienstes natürlich möglich. Dieser erfolgt in Absprache mit der Entsendeorganisation.
Ein Abbruch soll nur stattfinden, nachdem alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind (z.B. Anpassung der Arbeitsaufgaben, Wechsel der Unterkunft, Projektwechsel, Wechsel zu einer anderen Partnerorganisation). Weitere Infos:
Verbindliche-Klausel-Abbruchregelung-Nord-Sued.pdf
Eine Verlängerung des weltwärts-Aufenthalts ist möglich: Je nach Einsatzstelle und Entsendeorganisation können Freiwillige ihren Freiwilligendienst auf bis zu 24 Monate verlängern. Sollten sich Entsendeorganisation, Partnerorganisation und Freiwillige auf eine Verlängerung der Einsatzdauer über das geplante Ende hinaus einigen, ist dies Engagement Global über das Formular „Mitteilung Storno / Abbruch / Verlängerung / Projektwechsel“ mitzuteilen.
Während ihrer Zeit im Ausland unterstützen die Freiwilligen ein lokales Projekt und sind Teil eines Teams für ein soziales, gemeinnütziges Vorhaben. Mit weltwärts können sich Freiwillige in unterschiedlichen Bereichen engagieren. Alle Projekte und Einsatzstellen orientieren sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Die Einsatzbereiche sind in elf Tätigkeitsfelder unterteilt, darunter zum Beispiel Bildung, Gesundheit und Pflege, Umwelt und Klima, Gleichberechtigung und Inklusion, Kultur und Medien, Sport, Regenwald und Artenschutz.
Die Aufgaben der Freiwilligen stellen stets eine unterstützende Tätigkeit dar. Die Freiwilligen ersetzen keinesfalls die Arbeitskräfte vor Ort. Der Schwerpunkt des weltwärts-Freiwilligendienstes liegt auf Lernen, Austausch und Unterstützung.
Wie viel Verantwortung sie im Projekt übernehmen, hängt letztlich auch von ihnen selbst, ihren Fähigkeiten und Ideen ab, sich einzubringen. Die Begleitpersonen vor Ort und in Deutschland tauschen sich dazu regelmäßig mit den Freiwilligen aus.
weltwärts wird bis zu 75 Prozent staatlich durch das BMZ gefördert. Die verbleibenden rund 25 Prozent der Kosten tragen die deutschen Entsendeorganisationen.
Durch die staatliche Förderung sind die Kosten für Unterkunft, Verpflegung, Versicherungen, Gesundheit, pädagogische Seminare und eine persönliche Betreuung in Deutschland sowie im Einsatzland abgedeckt.
An folgenden Kosten kann die Entsendeorganisation eine Beteiligung fordern:
Die weltwärts-Organisationen sind alle gemeinnützig, das heißt niemand verdient an weltwärts, und viele Menschen unterstützen das Programm ehrenamtlich. Falls Ihr Kind für einen Freiwilligendienst mit weltwärts ausgewählt wird, wird die jeweilige Entsendeorganisation auf Ihr Kind zukommen und es um Unterstützung der allgemeinen Spendenakquise und den Aufbau eines Unterstützungskreises bitten.
Die Einrichtung eines Unterstützungskreises ist verpflichtend für die Teilnahme am weltwärts-Programm. Das Einbringen von Spenden durch Ihr Kind ist jedoch keine Voraussetzung.
Während des weltwärts-Freiwilligendienstes umfasst der Versicherungsschutz Ihres Kindes Auslandskranken-, Unfall-, Haftpflicht- und Rücktransportversicherung.
Nicht im Rahmen von weltwärts abgedeckt sind folgende Aspekte:
Um die Aufrechterhaltung des Kranken- und Pflegeversicherungsschutzes in Deutschland muss Ihr Kind sich eigenverantwortlich kümmern. Dazu sollte Ihr Kind im Vorfeld des weltwärts-Freiwilligendienstes alle Fragen mit seiner Kranken- und Pflegeversicherung klären.
Während des Freiwilligendienstes ist Ihr Kind nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Ob Ihr Kind während des weltwärts‐Dienstes im Rahmen einer freiwilligen Versicherung Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, ist eine persönliche Abwägung. Entscheidungshilfe können die örtlichen Auskunfts- und Beratungsstellen der Rentenversicherungsträger geben.
Für die gesetzliche Arbeitslosenversicherung werden im Rahmen von weltwärts keine Beiträge gezahlt oder Zeiten angerechnet. Falls Ihr Kind für den Freiwilligendienst ein Arbeitsverhältnis aufgeben wird, kann es sinnvoll sein, mit der Entsendeorganisation eine Einsatzdauer zu vereinbaren, die eine rechtzeitige Rückkehr nach Deutschland vor dem Erlöschen möglicher Ansprüche auf Arbeitslosengeld I ermöglicht. Dazu sind im Vorfeld des weltwärtsFreiwilligendienstes alle Fragen hierzu mit der zuständigen Arbeitsagentur zu klären.
Die Idee eines Unterstützungskreises besteht darin, dass weltwärts-Freiwillige in ihrem sozialen Umfeld (Familie, Verwandte, Schule, Uni, Verein und so weiter) von ihrem ehrenamtlichen Einsatz erzählen und Menschen anregen, einen gewissen Geldbetrag für die Finanzierung des Dienstes zu spenden. Indem sie von ihrem Engagement berichten, machen sie auch die Arbeit ihres Einsatzprojekts sichtbar. Weitere Infos und Ideen zu Unterstützungskreisen gibt es in der Eurodesk-Infobroschüre „Unterstützerkreise und Co.“
Ja, das weltwärts-Programm steht Menschen mit und ohne Behinderung oder Beeinträchtigung offen. Wenn für die Teilnahme Ihres Kindes Kosten in Zusammenhang mit einer Behinderung oder Beeinträchtigung entstehen, können diese übernommen werden. Alle wichtigen Informationen finden Sie hier:
Inklusion: weltwärts ist auch mit Beeinträchtigung möglich - weltwärts
Oder lassen Sie sich zum inklusiven weltwärts-Freiwilligendienst von der Koordinierungsstelle weltwärts beraten. Wenden Sie sich dazu an:
weltwärts ist ein staatlich anerkannter Freiwilligendienst und gilt als Ausbildungszeit – das heißt Kindergeld wird für die Dauer des Dienstes grundsätzlich weitergezahlt, sofern die übrigen Kriterien für den Anspruch auf Kindergeld erfüllt sind.
Die Teilnahme am weltwärts-Freiwilligendienst kann sich auf Anspruch und Höhe staatlicher Leistungen Ihres Kindes auswirken.
Ob und in welcher Weise dies der Fall ist, prüft die jeweils zuständige Stelle (zum Beispiel das Jobcenter oder das BAföG-Amt).
Qualität und Sicherheit haben bei weltwärts höchste Priorität. Allen Einsätzen werden gemeinsame, programmweite Qualitätsstandards zugrunde gelegt. Die Zusammenarbeit mit erfahrenen und professionellen Organisationen in Deutschland und den Partnerländern sowie ein solides Sicherheitskonzept sorgen dafür, dass Ihr Kind während des Freiwilligendienstes umfangreich begleitet wird. Zum Beispiel ist geregelt, dass alle Freiwilligen eine Mindestanzahl an Seminartagen absolvieren müssen, welche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen sind, etwa hinsichtlich Fortbewegung im Land, Gesundheit, Ernährung und Hygiene, oder wie eine verlässliche Betreuung aussieht.
Entsendet wird nur in Regionen und Länder, für die keine Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes vorliegen. Das BMZ stimmt sich zum Thema Sicherheit regelmäßig mit dem Auswärtigen Amt ab. So werden aktuelle Informationen zu Entwicklungen vor Ort unmittelbar den Entsendeorganisationen mitgeteilt.
Alle Freiwilligen sind in der Krisenvorsorgeliste der deutschen Auslandsvertretungen registriert. Auf den Seiten des Auswärtigen Amtes können Sie sich über weltweite Reise- und Sicherheitshinweise informieren:
Reise- und Sicherheitshinweise für Ihr Reiseland - Auswärtiges Amt
Ihr Kind erhält während des Freiwilligendienstes eine kostenlose Unterkunft, die den landestypischen Gegebenheiten entspricht. Bei der Unterkunft gibt es je nach Möglichkeit vor Ort verschiedene Formen, zum Beispiel ein Zimmer in einer Gastfamilie, ein Zimmer in der Einrichtung der Einsatzstelle (wie ein Kinderheim oder eine Universität) oder eine Wohngemeinschaft mit anderen Freiwilligen.
Ihr Kind kann sich immer an die Entsendeorganisation in Deutschland wenden. Auch Sie können dies in schwierigen Situationen tun.
Zudem hat Ihr Kind auch vor Ort persönliche Ansprechpersonen. Neben der fachlichen Betreuung am Einsatzplatz wird Ihrem Kind von der Partnerorganisation im Gastland ein Mentor oder eine Mentorin zur Seite gestellt. Diese Person ist vertraulich ansprechbar für Fragen und Probleme.
Vor dem weltwärts-Dienst findet eine allgemeine Gesundheitsprüfung mit Impfberatung statt – gegebenenfalls eine tropenmedizinische Beratung inklusive Malariaprophylaxe und Impfung. Gesundheitskosten, die nicht von der eigenen Krankenkasse erstattet werden, werden in der Regel zu 100 Prozent von den Entsendeorganisationen übernommen und von der Koordinierungsstelle weltwärts gefördert. Auch nach der Rückkehr erhalten die Freiwilligen eine Untersuchung und Beratung von geeigneten Ärzt*innen, um gesundheitliche Risiken auszuschließen.
Während des weltwärts-Freiwilligendienstes umfasst der Versicherungsschutz Ihres Kindes Auslandskranken-, Unfall-, Haftpflicht- und Rücktransportversicherung.
In einem Krisenfall sind Einsatzstelle und Partnerorganisation sofortige Ansprechpartner.
In Deutschland ist die Entsendeorganisation erster Ansprechpartner. Das BMZ stimmt sich zum Thema Sicherheit regelmäßig mit dem Auswärtigen Amt ab. So werden aktuelle Informationen zu Entwicklungen vor Ort unmittelbar den Entsendeorganisationen mitgeteilt.
Alle weltwärts-Entsendeorganisationen haben eigene Krisenmanagement-Systeme, bereiten ihre Freiwilligen umfangreich vor und gewährleisten eine intensive Begleitung vor Ort. Ein Abbruch des weltwärts-Dienstes im Krisenfall ist jederzeit möglich.
Bei Vorliegen wichtiger Gründe wie zum Beispiel Krankheit, familiäre Notfälle oder einer kritischen Sicherheitslage ist ein Abbruch des Freiwilligendienstes möglich. Dieser muss immer in Absprache mit der Entsendeorganisation erfolgen.
Wenn Ihr Kind während seines Freiwilligendienstes erkrankt, lässt es sich vor Ort behandeln. Falls es zu Komplikationen kommt oder dies nicht möglich ist, sorgt die Entsendeorganisation für Hilfe. Im Notfall wird die Rückreise nach Deutschland organisiert. Dadurch entstehen für Ihr Kind keine Kosten, da derartige Fälle durch den Versicherungsschutz der weltwärtsOrganisationen abgedeckt sind.
Bei Notfällen ist die Entsendeorganisation in Deutschland die erste und wichtigste Ansprechstelle.
Wir empfehlen, bereits vor dem Einsatz mit Ihrem Kind zu besprechen, wer im Problemfall oder im Notfall Ansprechpartner*innen bei der Entsendeorganisation oder auch vor Ort sind, wie das Vorgehen ist und wer die Vertrauenspersonen sind.
Natürlich können Sie Ihr Kind im Einsatzland besuchen. Dieser sollte jedoch gut überlegt sein, also beispielsweise erst in der zweiten Hälfte des Freiwilligendienstes stattfinden, nachdem die erste Eingewöhnung stattgefunden hat, und gut mit den Ansprechpartner*innen vor Ort abgesprochen sein. Die Pflichten vor Ort müssen auch während des Besuchs von den Kindern erfüllt werden.
Ihr Kind ist verpflichtet, an den Vorbereitungsseminaren der Entsendeorganisation teilzunehmen. Hier werden zentrale Informationen für den Freiwilligendienst vermittelt. Ihr Kind erfährt zum Beispiel mehr über das Gastland, den Umgang mit herausfordernden Situationen, den entwicklungspolitischen Hintergrund des Einsatzes sowie globale Zusammenhänge und die Rolle als Freiwillige*r vor Ort. Außerdem lernt Ihr Kind andere Freiwillige kennen und kann sich zu Erwartungen an den Dienst, Ausreisevorbereitungen etcetera austauschen.
Ihr Kind wird während des weltwärts-Einsatzes auf mehreren Ebenen betreut.
Vor Ort gibt es persönliche Ansprechpersonen. Neben der fachlichen Betreuung am Einsatzplatz wird Ihrem Kind von der Partnerorganisation im Gastland ein Mentor oder eine Mentorin zur Seite gestellt. Diese Person arbeitet nicht direkt mit Ihrem Kind zusammen. Sie ist vertraulich ansprechbar für Fragen und Probleme. Zudem kann sich Ihr Kind jederzeit an die Entsendeorganisation in Deutschland wenden.
Auch die Koordinierungsstelle weltwärts kann als Ansprechperson fungieren und insbesondere im Fall von Konflikten mit der Entsendeorganisation vermitteln.
Die verpflichtende Teilnahme an Zwischenseminaren während des Freiwilligendienstes hilft Ihrem Kind nach den ersten Wochen oder Monaten im Freiwilligendienst einmal innezuhalten und gemeinsam mit anderen Freiwilligen zu reflektieren – über die bisherigen Eindrücke und Erfahrungen sowie Pläne für die verbleibende Zeit.
Zu jedem weltwärts-Freiwilligendienst gehört ein pädagogisches Begleitprogramm der Entsendeorganisationen von mindestens 25 Seminartagen. Hier werden Ihrem Kind vor, während und nach dem Freiwilligendienst alle wichtigen Informationen zur Entsendeorganisation sowie dem Gastland nahegebracht. Zudem setzt Ihr Kind sich in dieser Zeit intensiv mit der Rolle als Freiwillige*r auseinander und es werden Inhalte zu interkulturellen Kompetenzen, globalen Zusammenhängen sowie dem entwicklungspolitischen Hintergrund des weltwärts-Programms vermittelt. Die Erlebnisse in der neuen, teils vielleicht irritierenden Umgebung werden reflektiert und mit ausgebildeten Begleitpersonen eingeordnet, sodass die Freiwilligen ihren Erfahrungsschatz erweitern.
Die Teilnahme am Nachbereitungsseminar der Entsendeorganisation Ihres Kindes ist fester Bestandteil eines weltwärts-Einsatzes und rundet den Freiwilligendienst ab. Nachbereitungsseminare dienen der Reflexion der Erfahrungen, einer pädagogisch begleiteten Auswertung der Erlebnisse und dem Austausch mit anderen Freiwilligen. Zudem wird über weiterführende Engagement-Möglichkeiten informiert, um über das Erlebte im Gespräch zu bleiben.
Über die Anerkennung eines weltwärts-Freiwilligendienstes als Vorpraktikum oder Praktikum für eine Ausbildung oder ein Studium entscheidet die jeweilige Universität beziehungsweise Ausbildungsstätte.
Die Wartezeit, also die Zeit zwischen Abitur und Aufnahme des Studiums, läuft während des Freiwilligendienstes weiter. Somit kann der weltwärts-Einsatz als Kriterium für die Vorrangigkeit für die Studienplatzvergabe ihres Kindes angerechnet werden.
Ja, die Entsendeorganisation stellt Ihrem Kind nach dem Nachbereitungsseminar eine abschließende Teilnahmebestätigung aus. Diese dient als Nachweis beispielsweise bei der Familienkasse zur Beantragung des Kindergeldes oder bei der Zentralstellt für die Vergabe von Studienplätzen.
Mit dem weltwärts-Freiwilligendienst absolviert Ihr Kind einen Auslandsaufenthalt, bei dem es sich in einem sinnvollen Projekt engagiert.
Die meisten Freiwilligen berichten, dass sie durch ihren weltwärts-Einsatz viele Fähigkeiten wie Selbstorganisation, interkulturelle Kompetenz und Sprachkenntnisse erlangt haben – Fähigkeiten, die sich positiv auf Bewerbungen auswirken können.
Durch den Freiwilligendienst macht ihr Kind (erste) praktische Erfahrungen in einem Tätigkeitsfeld und kann diese in der Ausbildung, im Studium sowie im späteren Berufsleben nutzen. Je nach Hochschule, Universität oder Bildungsstätte wird der weltwärts-Einsatz sogar als (Vor-)Praktikum anerkannt.
Zudem hat Ihr Kind die Möglichkeit, sich nach dem Einsatz weiter zu engagieren und sich über die weltwärts Community zu vernetzen.
Die Ergebnisse jährlicher Freiwilligenbefragungen zeigen, dass über 90 Prozent der Freiwilligen sich durch ihren weltwärts-Einsatz persönlich entwickelt haben und motivierter zurückkehren. Bei den meisten steigt zum Beispiel die Motivation für weiteres gemeinwohlorientiertes Engagement im Sinne der SDGs, sie sind sich über globale Ungleichgewichte bewusster und haben ein besseres Verständnis von globalen Zusammenhängen.
Durch den Freiwilligendienst macht ihr Kind (erste) praktische Erfahrungen in einem Tätigkeitsfeld und kann diese gegebenenfalls in der Ausbildung, im Studium sowie im späteren Berufsleben nutzen.
Oftmals wirkt sich ein weltwärts-Freiwilligendienst zudem positiv auf interkulturelle Kompetenzen, Sprachkenntnisse und Selbstständigkeit aus.