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Neue Entsendeorganisation Diözese Eichstätt

Manuela Lüger, Referentin für weltwärts bei der Diözese Eichstätt, im Interview

Im Interview berichtet Manuela Lüger, Referentin für weltwärts bei der Diözese Eichstätt, warum die Diözese weltwärts-Träger wurde, mit welchen Partnern sie zusammenarbeiten und mit welchen Herausforderungen sie sich konfrontiert sehen.

Bild von Manuela Lüger
Manuela Lüger in einem Verkaufsraum der Partnerorganisation Marathi für "Mother's Home". Einheimische Frauen produzieren dort aus Textilresten (z.B. Sarees) neue Produkte und bieten sie zum Verkauf an. Foto: Gerhard Rott

Liebe Frau Lüger, seit Juli dieses Jahres ist die Diözese Eichstätt, Referat Weltkirche anerkannter Träger des weltwärts-Freiwilligendienstes.

Wie kam es zu dem Entschluss, sich als weltwärts-Entsendeorganisation zu bewerben?

In den letzten Jahren gab es beim Referat Weltkirche des Bistums Eichstätt immer wieder Anfragen von jungen Menschen, die über das Bistum ins Ausland gehen wollten – vor allem in unsere Partnerdiözesen in Indien und Burundi. Ein entsprechendes Angebot war nur über andere Träger möglich, zu denen die jungen Menschen aber keinen persönlichen Bezug hatten.

Wir wollen dieses Engagement und Interesse in unserer Diözese mit dem Weltfreiwilligendienst unterstützen und hegen gleichzeitig den Wunsch, unsere Bistumspartnerschaften für die Jugend noch attraktiver zu machen.

Zwei Frauen lächeln in die Kamera
Manuela Lüger und Assunta Pardhe, Gründerin und Leiterin der Organisation "Chetna" mit den Handwerksarbeiten einer Frauenselbsthilfegruppe. Mit dem Verkauf der Produkte erhalten sie ein Stück finanzielle Unabhängigkeit. Foto: Daniela Olivares

Mit welchen Ländern und Einsatzstellen pflegt die Diözese Partnerschaften?

Das Bistum Eichstätt pflegt seit über 60 Jahren eine Partnerschaft mit der Diözese Poona in Indien. Mithilfe unserer vielfältigen Beziehungen nach Poona haben wir auch unsere Partnerorganisationen für den Weltfreiwilligendienst gewonnen. Das ermöglicht uns eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Einsatzstellen in Indien. Weitere Einsatzstellen sind ab Sommer 2021 im afrikanischen Ghana geplant.

Zu unseren Einsatzstellen für die Freiwilligen gehören:

  • Snehalaya: eine Einrichtung für Mädchen und Jungen mit Mehrfachbehinderungen
  • Chetna und Streevani: zwei Frauenprojekte, die sich für die Rechte der Frauen in Indien einsetzen und gleichzeitig Hilfe in der Not und bei der Ausbildung anbieten
  • H.O.P.E.: die Einrichtung fokussiert sich auf Bildungsangebote für Kinder und Frauen
  • Maher: eine Organisation die u.a. ein Kinder- und Frauenhaus betreibt, indem hilfsbedürftigen Frauen und Kinder Zuflucht und Hilfe bekommen

Demnächst kommt voraussichtlich auch eine technische Ausbildungsstätte dazu, die ein besonderes Auge auf Jugendliche aus bildungsschwachen und armen Familien hat.

In welchen Bereichen werden die Freiwilligen unterstützend tätig sein?

Unsere Partnerorganisationen im Ausland bieten derzeit ausschließlich soziale Projekte an, wenn auch mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten. Zusammengefasst können die Freiwilligen in der Behindertenarbeit, Bildungsarbeit, Frauen Empowerment und Sozialhilfe tätig werden. Gleichzeitig bietet die Einrichtung Snehalaya zum Beispiel auch Bezugspunkte zur medizinischen Versorgung und die Einrichtungen Chetna und Streevani Bezug zu juristischen Tätigkeiten. Die Freiwilligen werden hauptsächlich mit Kindern, Jugendlichen und Frauen zusammenarbeiten und neben verschiedenen Hilfestellungen im Alltag vor allem die Möglichkeit haben sich in kreativen und handwerklichen Angeboten auszutoben. Oft besteht das Angebot einen IT-Kurs oder Englisch Sprachkurs anzubieten und sich in der Öffentlichkeitsarbeit zu erproben.

Ab wann werden Sie weltwärts-Freiwillige entsenden?

Interessierte können sich bereits jetzt bei uns bewerben und schon im August 2020 ausreisen. Wir haben noch Plätze frei.

Wie viele Freiwillige können jährlich über die Diözese Eichstätt, Referat Weltkirche für einen Freiwilligendienst ins Ausland?

Am Anfang starten wir mit fünf Freiwilligen jährlich und später mit acht Freiwilligen. Wir werden sehen was danach kommt.

Was sehen Sie persönlich als Herausforderung bei der Umsetzung des Freiwilligendienstes?

Es ist mir ein persönliches Anliegen den Weltfreiwilligendienst für alle Beteiligte zu einer guten Erfahrung zu machen. Dazu gehören für mich vor allem eine gute Vorbereitung der Freiwilligen und eine gute Kommunikation mit den Projektstellen und den Freiwilligen im Ausland. Meine persönliche Herausforderung ist es daher realistische Vorstellungen zu dem Einsatz im Ausland zu vermitteln und eine gute Vertrauensbasis zu den Freiwilligen und Ansprechpartnern in den Projektstellen zu pflegen.

Auf was freuen Sie sich, wenn Sie an die Zusammenarbeit mit jungen Freiwilligen und ihren Partnerinnen und Partner im Ausland denken?

Um es kurz zu halten: Auf vielfältige Begegnungen, regen Austausch und bereichernde Erfahrungen. Gespannt bin ich vor allem darauf, zu sehen was sich innerhalb eines Freiwilligendienstes verändert. Damit meine ich zu einem bei unseren Freiwilligen selbst, aber auch bei unseren Partnern vor Ort.

Was sehen Sie persönlich als Herausforderung bei der Umsetzung des Freiwilligendienstes?

Es ist mir ein persönliches Anliegen den Weltfreiwilligendienst für alle Beteiligte zu einer guten Erfahrung zu machen. Dazu gehören für mich vor allem eine gute Vorbereitung der Freiwilligen und eine gute Kommunikation mit den Projektstellen und den Freiwilligen im Ausland. Meine persönliche Herausforderung ist es daher realistische Vorstellungen zu dem Einsatz im Ausland zu vermitteln und eine gute Vertrauensbasis zu den Freiwilligen und Ansprechpartnern in den Projektstellen zu pflegen.

Auf was freuen Sie sich, wenn Sie an die Zusammenarbeit mit jungen Freiwilligen und ihren Partnerinnen und Partner im Ausland denken?

Um es kurz zu halten: Auf vielfältige Begegnungen, regen Austausch und bereichernde Erfahrungen. Gespannt bin ich vor allem darauf, zu sehen was sich innerhalb eines Freiwilligendienstes verändert. Damit meine ich zu einem bei unseren Freiwilligen selbst, aber auch bei unseren Partnern vor Ort.

Ich danke Ihnen für das Gespräch!