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10 Dinge, die ich vor meinem Freiwilligendienst gerne gewusst hätte
Johanna war mit weltwärts in Tansania. Eine Erfahrung, die sie geprägt und geformt hat. Denn eine Zeit mit weltwärts stellt viel auf den Kopf – Perspektiven, Ansichten, Meinungen. Jetzt gibt Johanna zukünftigen Freiwilligen zehn Tipps mit auf den Weg.
1. Du wirst Tage haben, an denen du dich fragst, warum du überhaupt hier bist.
2. Es wird Momente geben, in denen du zweifelst. Vielleicht läuft etwas nicht wie geplant, du vermisst dein Zuhause oder fühlst dich fehl am Platz. Gerade in solchen Situationen hilft es, sich bewusst zu machen, warum man sich für diesen Weg entschieden hat. Zweifel bedeuten nicht, dass du gescheitert bist. Sie gehören einfach dazu.
3. Heimweh kommt oft dann, wenn man es am wenigsten erwartet. Nicht unbedingt an Weihnachten oder an deinem Geburtstag. Manchmal reicht ein Lied, ein Geruch, ein Foto oder ein Gespräch mit Freunden. Heimweh bedeutet nicht, dass du nicht angekommen bist. Sondern einfach, dass du Menschen, Orte oder Momente vermisst, die dir viel bedeuten. Heimweh ist ein Zeichen dafür, wie viel Liebe und Verbundenheit ich für mein Zuhause empfinde.
Johanna rät zukünftigen Freiwilligen: Du musst nicht die Welt retten. Du musst nicht alle Probleme lösen. Das ist auch nicht deine Aufgabe. Es geht darum, mitzuarbeiten, zu lernen, Beziehungen aufzubauen und neue Perspektiven kennenzulernen.
Kein Projekt für Held*innen
4. Du musst nicht die Welt retten. Ein Freiwilligendienst ist kein Projekt für Held*innen. Du wirst nicht alle Probleme lösen. Das ist auch nicht deine Aufgabe. Es geht darum, mitzuarbeiten, zu lernen, Beziehungen aufzubauen und neue Perspektiven kennenzulernen.
5. Freundschaften brauchen Zeit. Nur weil man gemeinsam einen Freiwilligendienst macht oder zusammenarbeitet, entstehen nicht automatisch tiefe Freundschaften. Manche Verbindungen entwickeln sich schnell, andere brauchen Monate. Gib Beziehungen Zeit, zu wachsen.
6. Ein Freiwilligendienst ist kein Wettbewerb darum, möglichst viel zu erleben oder ständig unterwegs zu sein. Du musst nicht jeden Tag produktiv sein. Ein Wochenende auf dem Sofa verbringen, Serien schauen oder einfach nur schlafen – total in Ordnung! Du lebst für ein Jahr in einem anderen Land, und zum Leben gehört eben auch Erholung.
Es ist okay, Fehler zu machen.
Mehr Gelassenheit, mehr Dankbarkeit
7. Nicht jeder Tag wird gut sein. Aber versuche, nicht alles zu zerdenken. Du wirst mal krank werden und Tage erleben, die sich richtig schlecht anfühlen. Tage, an denen alles zu viel ist, du einfach nur nach Hause willst. Das gehört genauso dazu wie die schönen Momente. Ein Freiwilligendienst ist kein durchgehendes Abenteuer. Natürlich wird nicht immer alles leicht sein. Du wirst Herausforderungen erleben, Fehler machen, wachsen und unglaublich viel lernen.
8. Du wirst dich verändern, aber wahrscheinlich anders als erwartet. Vor meiner Ausreise dachte ich, ich würde nach einem Jahr als völlig anderer Mensch zurückkommen. Tatsächlich sind es oft die kleinen Veränderungen: mehr Selbstständigkeit, mehr Gelassenheit, mehr Dankbarkeit im Leben, mehr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Diese Veränderungen merkt man manchmal erst, wenn man zurückblickt.
Ein Freiwilligendienst im Ausland wird von vielen ersten Malen begleitet. Das erste Mal eine fremde Sprache hören und sprechen, das erste Mal in einem fremden Land leben, das erste Mal alleine auf einem Wochenmarkt einkaufen.
Ein Freiwilligendienst ist kein Wettbewerb darum, möglichst viel zu erleben oder ständig unterwegs zu sein.
9. Es ist okay, Fehler zu machen. Du wirst Wörter falsch aussprechen. Du wirst kulturelle Missverständnisse erleben oder Situationen falsch einschätzen. Das passiert allen. Die meisten Menschen erinnern sich nicht daran, dass du einen Fehler gemacht hast, sondern daran, dass du bereit warst, zu lernen. Fehler sind dabei nichts Negatives. Im Gegenteil: Sie sind ein wichtiger Teil des Lernens. Genau durch diese kleinen Unsicherheiten wächst du, verstehst die Kultur besser und entwickelst dich Schritt für Schritt weiter.
10. Du kannst dich auf vieles vorbereiten, aber nicht auf alles. Lass dich auf die Menschen, die Kultur und die neuen Erfahrungen ein. Sei neugierig, probiere Dinge aus und sammle Erinnerungen. Also denk nicht zu viel nach, hab keine Angst vor Fehlern und lass dich auf das Abenteuer ein. Die besten Erinnerungen entstehen oft dann, wenn man einfach losgeht und erlebt. Ein Freiwilligendienst muss nicht perfekt sein, um unvergesslich zu werden. Denk nicht zu viel nach, lass dich darauf ein – lebe und erlebe!
Ist weltwärts das Richtige für mich? Sprachnachricht von Johanna
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