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Die Zufriedenheit mit dem weltwärts-Programm ist sehr hoch. Konkret heißt das: 93 Prozent für Nord-Süd sowie 94 Prozent für Süd-Nord. Die Zahlen der Untersuchung zeigen, wie die weltwärts-Freiwilligen ihren Einsatz wahrnehmen. Die Befragung hilft dem Programm, sich durch ehrliches Feedback zu hinterfragen und stetig zu wachsen.
weltwärts verändert Perspektiven. Auf die Welt, auf sich selbst, auf das globale Miteinander. Damit das Programm weiterhin eine hohe Qualität für alle Teilnehmenden garantiert, befragen wir jedes Jahr kürzlich zurückgekehrte Freiwillige. Genau genommen fragen nicht wir – sondern das unabhängige Umfrageinstitut uzbonn befragt die Rückkehrer*innen.
Mehr als 58.000 junge Menschen haben seit Programmstart 2008 einen Freiwilligendienst mit weltwärts absolviert. Eine bereichernde Erfahrung war der Einsatz vor Ort für den Großteil aller Freiwilligen. Die Freiwilligenbefragung wird mit dieser Ausgabe bereits zum zwölften Mal in Folge publiziert. Alle Rückmeldungen fließen in unsere Programmsteuerung ein. Sie sind ein zentraler Baustein der Qualitätssicherung – und helfen uns dabei, das weltwärts-Programm kontinuierlich zu verbessern.
Sehr hohe Zufriedenheit, neue Perspektiven und globales Engagement im Sinne der Sustainable Development Goals (SDG): Die kürzlich veröffentlichte Freiwilligenbefragung bestätigt, dass weltwärts wirkt. 93 Prozent aller Nord-Süd-Freiwilligen sowie 94 Prozent aller Süd-Nord-Freiwilligen waren entweder „sehr zufrieden“ oder „eher zufrieden“ mit ihrem weltwärts-Einsatz. Das ergibt eine Gesamtzufriedenheit von 93,5 Prozent für beide Komponenten des Programms.
Etwa fünf Prozent gaben an, „eher unzufrieden“ zu sein, und lediglich zwei Prozent der Befragten teilten mit, „sehr unzufrieden“ zu sein. Damit stieg die Gesamtzufriedenheit der Nord-Süd-Freiwilligen im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt an. Bei den Süd-Nord-Freiwilligen blieb sie gleich (Vorjahr: ebenfalls 94 Prozent).
Fast alle Teilnehmenden des Programms – 99 Prozent – kommentieren, dass sie durch die Zeit mit weltwärts ein ausgeprägteres Bewusstsein in Bezug auf gegenseitige Abhängigkeiten, Machtverhältnisse sowie Rassismus entwickelt haben.
93 Prozent der Nord-Süd-Freiwilligen sowie 94 Prozent der Süd-Nord-Freiwilligen sind mit ihrem Freiwilligendienst insgesamt zufrieden.
weltwärts ermöglicht interkulturellen Austausch, baut Brücken und überwindet Vorurteile. Nicht nur die Freiwilligen selbst profitieren von ihrem Engagement im Ausland, auch deren Umfeld: 92 Prozent (Nord-Süd) der Befragten gaben an, dass Menschen aus ihrem persönlichen Umfeld einen Eindruck von den Lebensrealitäten in ihrem Einsatzland bekommen hätten. Bei Süd-Nord liegt der Wert sogar bei 97 Prozent.
Eine angemessene und verpflichtende pädagogische Begleitung ist wichtig. In der diesjährigen Freiwilligenbefragung gaben 83 Prozent der Nord-Süd-Freiwilligen an, dass sie mit der persönlichen Unterstützung bzw. Begleitung während des Freiwilligendienstes zufrieden waren. Bei den Süd-Nord-Freiwilligen liegt der Wert hier bei 90 Prozent.
Die Trägerorganisationen im weltwärts-Kosmos arbeiten tagtäglich daran, Freiwilligen einen sicheren und unvergesslichen Einsatz zu ermöglichen. Dennoch kann es immer zu belastenden Situationen kommen. Im Vergleich zum Vorjahr (2024: 65 Prozent) fühlen sich 70 Prozent der Befragten in kritischen Situationen ausreichend von ihren entsendenden weltwärts-Organisationen unterstützt – das sind fünf Prozentpunkte Zuwachs. Bei den Süd-Nord-Freiwilligen liegt der Wert sogar bei 79 Prozent.
83 Prozent gaben an, dass sie mit der persönlichen Unterstützung bzw. Begleitung während des Freiwilligendienste zufrieden waren.
Bei der Nord-Süd-Komponente engagierte sich fast die Hälfte (46 Prozent) aller Ehemaligen zum Befragungszeitpunkt bereits ehrenamtlich. 72 Prozent teilten mit, ein großes Interesse zu besitzen, sich zukünftig nach ihrem weltwärts-Einsatz ehrenamtlich zu engagieren. Bei Süd-Nord liegen die Werte noch etwas höher: 50 Prozent aller Süd-Nord-Freiwilligen betätigten sich zum Befragungszeitpunkt schon ehrenamtlich.
Süd-Nord-Freiwillige waren im Schnitt 24 Jahre alt – und damit vier Jahre älter als die Nord-Süd-Freiwilligen, die bei ihrer Ausreise im Durchschnitt 20 Jahre alt sind. Auch beim Geschlecht zeigten sich Unterschiede: 70 Prozent der Befragten (Nord-Süd) waren weiblich, 29 Prozent männlich sowie ein Prozent divers oder ohne Angabe. Unter den Süd-Nord-Freiwilligen hingegen gaben 60 Prozent an, weiblich zu sein, 38 Prozent männlich, sowie zwei Prozent divers oder ohne Angabe.
Die diesjährige Freiwilligenbefragung reiht sich in eine Serie unabhängiger Untersuchungen ein, die bestätigen, dass das weltwärts-Programm einen hohen gesellschaftlichen Mehrwert erzeugt – und weit über die individuelle Erfahrung der Freiwilligen hinausgeht. Anfang des Jahres erschien beispielsweise die weltwärts-Längsschnittstudie, welche Freiwillige über sieben Jahre hinweg zu drei unterschiedlichen Befragungszeitpunkten begleitet hat. Das Ergebnis: weltwärts ist Impulsgeberin für langfristiges Engagement.
Drei Monate nach ihrer Rückkehr bitten wir alle ehemaligen Freiwilligen um eine ehrliche Bewertung ihres Freiwilligendienstes. Die Befragung wird durch ein unabhängiges Institut – das Umfragezentrum Bonn – durchgeführt. Die Ehemaligen haben ihren Dienst mit weltwärts zwischen November 2024 und November 2025 beendet. Die vorliegenden Ergebnisse der Befragungen fließen in die Programmsteuerung ein und sichern die hohe Qualität des Programms.
Nord-Süd:
Befragt wurden 2.385 Freiwillige, von denen 1.095 die Befragung vollständig ausgefüllt haben. 25 Prozent der Freiwilligen sind eingewandert oder stammen aus Familien, die eingewandert sind. Der Großteil der Befragten (82 Prozent) hat vor Antritt des Freiwilligendienstes die Schule besucht. Ausreisen fanden in 51 Länder statt.
Süd-Nord:
In der Süd-Nord-Komponente wurden 588 zurückgekehrte Freiwillige befragt. Davon haben 169 ihre Eindrücke geschildert. Die Süd-Freiwilligen stammen aus verschiedenen Ländern des Globalen Südens und haben ihren weltwärts-Freiwilligendienst in Einsatzstellen in Deutschland absolviert.
37 Prozent der Süd-Freiwilligen waren vor der Teilnahme am weltwärts-Programm berufstätig. 25 Prozent waren zuvor Studierende. Durch die Süd-Nord-Komponente kamen junge Menschen aus insgesamt 40 verschiedenen Ländern nach Deutschland.