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weltwärts - Der Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Wer kann weltwärts gehen

Projektablauf: Vorbereitung, Auslandseinsatz und Nachbereitung

Mit den von ihr ausgewählten Bewerberinnen und Bewerbern schließt die Entsendeorganisation einen Vertrag. Er regelt die Aufgaben, Rechte und Pflichten aller Beteiligten. Nach Vertragsabschluss meldet die Trägerorganisation die Freiwilligen beim weltwärts-Sekretariat an.

Vorbereitungsseminare

Mit Unterstützung von weltwärts führen die Entsendeorganisationen Vorbereitungsseminare durch, die insgesamt mindestens 12 Tage dauern. Die Teilnahme daran ist verpflichtend. Die Seminare behandeln Themen wie interkulturelles Lernen, interkulturelle Kommunikation, Konfliktmanagement, Projektmanagement und Länderkunde. Sie vermitteln den Freiwilligen ein realistisches Bild von den zu erwartenden Lebens- und Arbeitsbedingungen. Sie machen deutlich, wie wichtig es ist, sich Menschen in anderen Lebenslagen behutsam und mit Respekt zu öffnen. Die Seminare führen in entwicklungspolitische Fragestellungen ein. Und sie werden von Ehemaligen begleitet, wodurch die zukünftigen Freiwilligen einen unmittelbaren Eindruck von der Arbeit in Projekten erhalten.

Vorbereitung in Eigenregie

Neben der Teilnahme an den Vorbereitungsseminaren müssen die Freiwilligen bis zur Ausreise viele Aufgaben in eigener Verantwortung erledigen. Die Entsendeorganisationen helfen gerne dabei. Unter anderem sind die Freiwilligen für folgende Punkte verantwortlich:

  • Visum: Sobald der Ausreisetermin bekannt ist, sollten die Freiwilligen ein Visum beantragen. In einigen Fällen kann die Ausstellung des Visums längere Zeit in Anspruch nehmen. Die Gebühren für das Visum tragen die Freiwilligen.
  • Impfungen: Für jedes Land sind die bestehenden Impfempfehlungen und -vorschriften zu beachten. Freiwillige sollten sich frühzeitig bei der Entsendeorganisation oder bei ihrem Hausarzt über die notwendigen Impfungen informieren. Um einen zuverlässig wirksamen Impfschutz zu erreichen, müssen verschiedene Impfungen in bestimmten zeitlichen Abständen wiederholt werden.
  • Sprache: Bis zur Ausreise sollten alle Freiwilligen ihre Sprachkenntnisse auffrischen. Nur mit guten Sprachkenntnissen können die Bewerber in einem fremden Land sinnvoll eingesetzt werden. Die Entsendeorganisationen übernehmen nach Absprache die dafür anfallenden Kosten.

Einsatz vor Ort

Je nach Projekt arbeiten die Freiwilligen zwischen 6 und 24 Monate bei einem Projektpartner in einem Entwicklungsland. In der Regel arbeiten sie 40 Wochenstunden. Während des Aufenthalts stehen das gemeinsame Arbeiten, das alltägliche Voneinander-Lernen und der kulturelle Austausch im Mittelpunkt. Die Partnerorganisation vor Ort gewährleistet die Einarbeitung, Beschäftigung und Betreuung der Freiwilligen. Die Freiwilligen bekommen von ihrer Entsendeorganisation ein Taschengeld von monatlich 100 Euro. Über die gesamte Projektzeit wird ihnen zudem eine angemessene und kostenlose Unterkunft und Verpflegung zur Verfügung gestellt. Sie haben außerdem Anspruch auf die landesübliche Urlaubszeit.

Während des Dienstes wird von den Freiwilligen ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit erwartet. Der Einsatz ist zugleich Bildungszeit und aktive Mitarbeit mit hoher Verbindlichkeit. Ist ein Freiwilliger oder eine Freiwillige bei einer Dienststelle tätig, kann sich die Einsatzzeit mit der des Nachfolgers oder der Nachfolgerin bis zu einem Monat überschneiden. So kann das Projekt verantwortlich übergeben werden.

Betreuung vor Ort

Der Projektpartner stellt für die Freiwilligen eine Betreuungsperson zur Verfügung, die in der Regel nicht im gleichen Projekt tätig ist. Sie holt die Freiwilligen vom Flughafen ab, macht sie mit Unterkunft und Arbeitsplatz vertraut, begleitet den Einsatz fachlich und pädagogisch, ist Ansprechpartner bei Problemen und hält Kontakt zu Ehemaligen.

Bei Krisen und Notfällen stellt die Entsendeorganisation den Kontakt zu den Angehörigen der Freiwilligen in Deutschland her.

Begleitseminare

Über die gesamte Projektzeit bietet die Entsendeorganisation begleitende Seminare an. Nach einem Drittel der Projektzeit müssen die Freiwilligen an einem Zwischenseminar teilnehmen, das von der Entsendeorganisation oder einem europäischen Kooperationspartner durchgeführt wird.

Berichte

Die Freiwilligen verfassen vierteljährlich einen Zwischenbericht für das weltwärts-Sekretariat und die Entsendeorganisation. Darüber hinaus erstellen sie einen Abschlussbericht, der vom weltwärts-Sekretariat auch für die Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden kann. Der Abschlussbericht ist in einer lokal gebräuchlichen Umgangssprache auch dem Projektpartner auszuhändigen.

Nachbereitung

Nach der Rückkehr bieten Nachbereitungsseminare die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch mit anderen Freiwilligen. Ein wichtiges Thema ist dabei auch, wie die Freiwilligen ihr Engagement im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit weiterführen können.


Weitere Informationen




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