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weltwärts - Der Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Erfahrungsberichte

Mit weltwärts in Südafrika - März 2008

Email von Andreas Ebert, weltwärts-Freiwilliger in Südafrika
März 2008:

Liebes "weltwärts"-Team,

als einer der ersten offiziell Entsandten möchte ich mich auf diesem Wege recht herzlich für Ihre umfangreichen Bemühungen und die professionelle Realisierung des Programmes bedanken und Ihnen ein kurzes Feedback aus Kapstadt geben. Sicherlich ist es auch für Sie interessant zu wissen, wie das neue Programm nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland wahrgenommen wird.

Andreas EbertDurch meinen mittlerweile knapp 8 Wochen andauernden Einsatz in Kapstadt erfahre ich tagtäglich die gesamte Tragweite und Bedeutung des Programmes. Mit jedem Tag den ich hier vor Ort bin, bemerke ich, wie wichtig der persönliche Austausch zwischen den Menschen aus unterschiedlichen Nationen und Kulturen ist und welche Bedeutung die interkulturelle und globale Zusammenarbeit zwischen den Ländern ist. Dabei bin ich mir auch stets der Rolle bewusst, die mir als "Deutscher im Ausland" und das nicht als Tourist, hier vor Ort zukommt. In diversen Gesprächen, mit öffentlichen und privaten Institutionen, mit Behörden, mit Unternehmen und Privatpersonen aber auch mit den Medien wird das weltwärts-Programm ausnahmslos als hervorragende Entwicklungshilfe angesehen. Die Menschen hier vor Ort freuen sich, dass es Nationen gibt, die sich für Sie, ihr Leben und ihre Probleme interessieren und die bereit sind zu helfen und dadurch beitragen, dass Afrika nicht zum "vergessenen Kontinent" wird. Dabei wird die Hilfe, insbesondere von den Menschen hier, häufig höher bewertet als die des eigenen Landes.

Die schwerwiegenden Folgen der Apartheid sind noch in vielen Bereichen spürbar und die massiven Probleme und Herausforderungen vor den dieses Land steht, spürt man jeden Tag hautnah. Die Auswirkungen von Armut, Krankheit, hoher Kriminalität und Aids sind Probleme, mit denen man sich täglich konfrontiert sieht und die auch die eigenen Prioritäten neu ordnen. Trotz dieser Umstände gibt es auch jedoch auch Glück, Zuversicht und Hoffnung sowie Freundschaft. Dies ist eine spannende Erfahrung, die man nur schwer beschreiben kann.

Andreas_Ebert_dreiDie Arbeit in meiner Entsendeorganisation, Homesick - International e.V., hier vor Ort ist sicherlich nur der bekannte Tropfen auf den heißen Stein, jedoch merke ich bei der täglichen Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen, wie wichtig die Arbeit hier ist. Zusätzlich stelle ich fest, dass die Hilfe und Unterstützung, die man den Kindern zuteil werden lässt, bei Einzelnen, wie ein Schwamm aufgesogen wird und das meine Arbeit eine tatsächliche Veränderung in ihrem Leben darstellt - was ich vorher niemals gedacht hätte. Dies ist eine großartige Sache, die ohne die Unterstützung des BMZ in dieser Form so nicht möglich wäre.

Natürlich ist die Arbeit auch von zahlreichen Schwierigkeiten, Unvorhergesehenen und Problemen geprägt, was bei alltäglichen Dingen losgeht aber von mir jedesmal vielmehr als eine neue Herausforderung als ein tatsächliches Problem bewertet wird. So wächst man tagtäglich auch mit seinen Aufgaben. Diese Erfahrung wäre in Deutschland in dieser Form nur schwer möglich.

Mich erfüllt es mit großer Freude und auch einer Spur von Stolz, als einer der ersten Vertreter des weltwärts-Programmes einen wirklich sinnvollen Beitrag zur Völkerverständigung und den interkulturellen Austausch zu leisten und auch persönlich von diesem Programm zu partizipieren. Selten habe ich eine vergleichbare Situation erlebt, wo eine derart stark ausgeprägte Win-Win-Situation vorhanden ist, die allen Beteiligten zugute kommt.
Andreas_Ebert_zwei
Nochmals herzlichen Dank für Ihre tatkräftige Unterstützung

Ihr Andreas Ebert
(Homesick - South Africa NPO - Cape Town)

P.S. Beiliegend drei Bilder, davon zwei vom kürzlichen Ausflug mit einheimischen Freunden auf den Tafelberg (mit dem weltwärts-Rucksack, der mittlerweile zu einem ständigen Begleiter geworden ist).


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