Erfahrungsberichte
Zwischenbericht von Miriam Elling und Hanna Offinger aus Chile - November 2008
1. Quartalsbericht von Miriam Elling und Hanna Offinger, November 2008
Wir beide sind mittlerweile fast 3 Monate über weltwärts in Los Angeles, Chile, bei dem Projekt “Sternenkinder” tätig und fühlen uns dort auch ausgesprochen wohl. Vieles ist hier anders, aber auch toll. Schon bei unserer Ankunft in der Schule haben wir gemerkt, dass die südamerikanische Mentalität viel herzlicher ist als die der Europäer. Fast alle Schüler begrüßen uns jeden Morgen mit einem Küsschen und fragen, wie es uns geht. Das kann schon fast anstrengend werden bei 130 Schülern. Wir werden hier von allen tia (Tante) genannt, was sowohl den Respekt der Kinder vor uns als auch ihr Vertrauen zum Ausdruck bringt.
Unsere Hauptaufgabe hier besteht darin, den Lehrern zu helfen, wo es geht. Am Anfang durften wir zum „Schnuppern“ einen Blick in alle Klassenzimmer werfen und konnten dabei gleich alle Schüler kennen lernen. Mittlerweile haben wir beide unsere „festen“ Klassenzimmer, in welchen wir vorerst bis Weihnachten bleiben werden. In den „Salas“ gehört es dann zu unseren Aufgaben den Kindern beim Rechnen, Schreiben und Lesen zu helfen, soweit dies möglich ist. Außerdem helfen wir beim Toilettengang, Waschen, Wickeln und Essen. Feste Unterrichtseinheiten wie Backen, Kochen, Töpfern, Schreinern, Gärtnern, Reittherapie etc haben auch ihren festen Platz im Stundenplan. Die Kinder lernen Verantwortung zu übernehmen, indem sie den riesigen Streichelzoo mit Lamas, Rehen, Pfauen, Pferden und Hasen selbst versorgen müssen.
Auch wir zwei haben mittlerweile eine große Aufgabe übernommen: Wir dürfen vier bis fünf Kindern zweimal die Woche das Gitarrespielen beibringen und die Kinder und wir freuen uns über jeden Erfolg. Für Weihnachten ist schon ein Auftritt mit den typischen Weihnachtsliedern geplant. Zusätzlich zum „normalen Schulalltag“ bereiten sich auch alle auf größere Projekte vor, wie zum Beispiel, auf das anstehende Schuljubiläum. Dann wird viel gebastelt, die Turnhalle wird dekoriert und es werden kleine Theaterstücke eingeübt. Die „Schulband“ wird dann nach regelmäßigen Proben für musikalische Begleitung sorgen.
Trotzdem kann man den Schulalltag hier kaum mit dem Schulalltag in Deutschland vergleichen, denn immer gibt es neue Überraschungen. An einem Tag regnete es z. B. so stark, dass Lehrer und Schüler vormittags damit beschäftigt waren, die Schul-Lebensmittel ins Trockene zu retten und Sägespäne auszulegen.
Sehr beeindrucken fanden wir das Engagement, welches die Lehrer hier für ihre Schüler haben, die größtenteils aus sehr armen Verhältnissen kommen. So wird in der Schule besonders auch auf die Hygiene geachtet. Wer sich nicht geduscht hat, oder sich nicht duschen konnte, wird in der Schule gewaschen. Das Shampoo bezahlen die Lehrkräfte oft aus eigener Tasche…
Soweit unsere ersten Eindrücke aus dem Projekt “Sternenkinder

