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Antragstellung

Voraussetzungen, Grundlagen und inhaltliche Kriterien

Auf dieser Seite haben wir die wichtigsten Hinweise rund um die Antragstellung zusammengefasst: Von Voraussetzungen und Grundlagen über inhaltliche Kriterien bei der konkreten Antragstellung und die finanzielle Förderung  bis hin zu Infos, wie es nach der Antragstellung weitergeht.

Telefonische Beratungsmöglichkeit

Der Antragsprozess ist mehrteilig und dauert bis zum nächstmöglichen Projektstart in der Regel drei Monate. Für die Erstellung der Unterlagen sollten Sie mindestens zwei Wochen Zeit einplanen. Wir bieten Ihnen während des Erstellungsprozesses eine intensive telefonische Beratung an. Wenn Sie mögen, bekommen Sie von uns während der Pilotphase als Trägerorganisation auch in einer schriftlichen Korrekturschleife Tipps, wie Sie die Förderfähigkeit Ihres Antrags formell, inhaltlich und finanziell steigern können.

Bitte beachten Sie bei Ihrer Planung unbedingt die Antragsfristen.

Wichtige Informationen zur Antragstellung

Die folgenden Hinweise begleiten Sie bei der Antragstellung von der Klärung der Frage, ob Sie antragsberechtigt sind, bis hin zu Informationen, was nach dem Einreichen der erforderlichen Unterlagen passiert.

1. Wer kann einen Antrag auf Förderung stellen?

Der Antrag wird von einer gemeinnützigen deutschen Trägerorganisation und einer Partnerorganisationen aus einem Land der DAC-Liste der OECD gestellt. Anträge können ausschließlich in dieser so genannten Antragspartnerschaft eingereicht werden. Weitere Partner aus Drittländern können in einem multilateralen Projekt einbezogen werden. Bitte lassen Sie sich bei multilateralen Projekten in jedem Fall von uns beraten.

Der deutsche Partner verantwortet das Projekt finanziell und rechtlich gegenüber dem Zuwendungsgeber. Er muss sich beim Zentralen Programmservice (ZPS) von Engagement Global durch die Trägerprüfung als Träger registrieren und dort u.a. seine Gemeinnützigkeit und Bonität nachweisen. Bereits in anderen Programmen von Engagement Global (bspw. weltwärts-Freiwilligendienst oder FEB) registrierte Träger durchlaufen lediglich eine stark verkürzte Prüfung. Sollte die deutsche Organisation zu klein sein, um die Trägerprüfung erfolgreich zu durchlaufen, kann sie sich in einem so genannten Huckepackverfahren mit einem größeren Träger zusammenschließen.

Achtung: Es kann natürlich nicht jedes Projekt gefördert werden. Es bestehen bestimmte inhaltliche, formale und sicherheitsbezogene Einschränkungen.

2. Wer berät mich bei der Antragstellung?

Lassen Sie sich von unserem weltwärts-Begegnungen-Team beraten! Unsere Kontaktdaten finden Sie in der linken Spalte dieser Seite. Falls Ihre Organisation Mitglied der Deutschen Sportjugend im Olympischen Sportbund ist, wenden Sie sich bitte an:

Lisa te Boekhorst
Tel.: 069/6700253
E-Mail: teboekhorst@dsj.de

Zum Angebot der dsj

Falls Ihre Organisation Mitglied der Bundesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung ist, wenden Sie sich bitte an:

Volkmar Liebig
Tel: 02191/794242
E-Mail: liebig@bkj.de

Zum Angebot der BKJ

3. Wie finde ich eine Partnerorganisation?

Wir können momentan leider noch keine Vermittlung von Partnerorganisationen aus dem Globalen Süden durchführen, geben Ihnen aber gerne Tipps zur Suche.
Für die Partnerorganisationen gilt: Sie dürfen keine staatlichen oder kommerziellen Zusammenschlüsse sein. Sie müssen gemeinnützig sein und sollten in ihren Zielen und Aktivitäten mit der deutschen Organisation übereinstimmen. Die Partnerorganisationen durchlaufen bislang noch keine Trägerprüfung.

4. Welche Projektart passt zu meinem Projekt?

Wenn Sie unsicher sind, welche Projektart zu Ihrem Projekt passt, lassen Sie sich gerne von uns beraten. Der Schwerpunkt der Förderlinie liegt auf der Förderung von Jugendgruppenaustausch. Aber auch Begleitprojekte müssen sich sehr spezifisch auf einen Jugendgruppenaustausch beziehen.

5. Auf welche inhaltlichen Kriterien muss ich beim Antrag besonders achten?

Der Antrag besteht aus dem Antragsformular sowie dem Kosten- und Finanzierungsplan. Er wird von beiden Projektpartnern erstellt und kann auf Deutsch, Englisch oder Französisch eingereicht werden. Der Antrag muss von beiden Projektpartnern unterschrieben werden.

Im pädagogischen Konzept beschreiben Sie  detailliert die Aktivitäten während der Projektphasen (Vorbereitung, erste Begegnung, Zwischenphase, zweite Begegnung, Nachbereitung). Das gesamte Projekt sowie die einzelnen Phasen müssen inhaltlich an dem für das Projekt gewählten UN-Nachhaltigkeitsziel ausgerichtet sein. Machen Sie deutlich, wie das gewählte Thema inhaltlich bearbeitet und reflektiert wird und wie die praktische Umsetzung aussehen soll. Bei der Prüfung der Projekte werden die Begegnungsphasen gleichwertig mit der Vorbereitungs-, der Zwischen- und der Nachbereitungsphase bewertet.

Machen Sie deutlich, dass es sich um ein Projekt Globalen Lernens handelt und legen Sie besonderes Gewicht auf folgende Kriterien:

  • Partnerschaftlichkeit der Zusammenarbeit
  • Partizipation der Teilnehmenden bei der Projektgestaltung
  • Ausgewogenheit von Altersstruktur und Gruppengröße der teilnehmenden Gruppen
  • Berücksichtigung der Diversität der Teilnehmenden
  • Nachhaltigkeit des Projekts
  • Evaluation des Projekts

6. Wie werden die Projekte finanziell gefördert?

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) übernimmt bis zu 75 Prozent der Gesamtausgaben des Projektes. Mindestens 25 Prozent der Ausgaben müssen aus Eigenmitteln oder Drittmitteln gedeckt werden. Das können z.B. Teilnehmerbeiträge, Spenden, kommunale Mittel oder Landesmittel sein.

Es dürfen keine weiteren Bundesmittel (z.B. Mittel des Kinder- und Jugendplans, bzw. anderer Bundesministerien) beantragt werden.

Im Kosten- und Finanzierungsplan können Sie Verwaltungs-, Personal- sowie Projektkosten geltend machen.

7. Wie ist der weitere Verlauf des Antragsprozesses?

Bitte reichen Sie zunächst die elektronische Version aller Antragsunterlagen bei uns ein. Wir prüfen den Antrag formal, inhaltlich und finanziell. Gegebenenfalls wenden wir uns mit Nachfragen an Sie. Nach Abschluss dieser Korrekturschleife müssen alle Unterlagen auch postalisch mit den Unterschriften beider Partner eingereicht werden.

Ihr Antrag wird mit einer Stellungnahme von Engagement Global zur Bewilligung ans BMZ weitergeleitet. Bei positivem Bescheid stellen wir den so genannten Weiterleitungsvertrag aus.  Ab Vertragsabschluss können Sie mit Ihrem Projekt starten und Ausgaben für das Projekt geltend machen.