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Trägertagung

Akteure diskutieren aktuelle Entwicklungen im weltwärts-Programm

Auf der offenen Trägertagung im November trafen sich rund 100 Vertreterinnen und Vertreter von weltwärts-Entsendeorganisationen, Qualitätsverbünden, Ministerium und Koordinierungsstelle weltwärts. Sie diskutierten die aktuellen Programmentwicklungen, die als Ergebnisse aus dem Folgeprozess der Programmevaluierung 2013 eingeleitet wurden beziehungsweise ab Januar umgesetzt werden sollen.

Das Gemeinschaftswerk stellt sich vor

Wortführer spricht zu Diskussionsteilnehmern

Ministerium und zivilgesellschaftliche Akteure präsentierten gemeinsam die neue weltwärts-Struktur, Entscheidungsprozesse und Kommunkationswege wurden im Plenum vorgestellt. Außerdem wurden die Entsendeorganisationen über die wichtigsten Änderungen informiert, die mit der neuen Förderleitlinie in Kraft treten werden.

Die Qualitätsverbünde hatten die Möglichkeit sich darzustellen, Fragen zur Zertifizierung zu beantworten und die Chancen und Herausforderungen der externen Prüfung für kleinere Organisationen zu erörtern.

Lebhaft diskutiert wurde die neue Freiwilligenbefragung, die ab Dezember systematisch alle Freiwilligen drei Monate nach der Rückkehr erfassen und alle Komponenten ihres Dienstes von der Bewerbung und Auswahl über den Einsatz vor Ort bis hin zur Nachbereitung und dem Rückkehrengagement evaluieren soll. Sie ermöglicht wissenschaftlich fundierte Aussagen über die Entwicklung des Gesamtprogramms sowie über die Programmqualität in den Qualitätsverbünden und den einzelnen Entsendeorganisationen und stellt damit ein wichtiges Instrument des Qualitätsmanagements dar. Kontrovers wurde unter anderem der Zeitpunkt der Befragung diskutiert. Die Entsendeorganisationen betonten, dass die Befragung erst nach dem Nachbereitungsseminar und einem gewissen Reflektionsprozess durchgeführt werden sollte. Außerdem schlugen sie vor, die Befragung auf andere Akteure, wie beispielsweise die Partnerorganisationen auszudehnen.

Neue Zielgruppen erreichen

Wie können junge Menschen ohne Abitur oder Menschen mit Behinderungen für das Programm gewonnen werden? Viele Entsendeorganisationen führen bereits gezielte Aktivitäten durch, um unterrepräsentierte Gruppen zu erreichen. Auf einem Forum wurden diese Aktivitäten vorgestellt. Außerdem wurde ein neuer Film präsentiert, der im Rahmen einer Begleitmaßnahme produziert wurde. Er zeigt die Erfahrungen einer Hörgeräteakkustikerin und einer Logopädin in Peru sowie eines Krankenpflegers in Ghana und soll die Hemmschwelle für Berufsschüler verringern und diese zu einem Freiwilligendienst motivieren. Der Film kann über die Entsendeorganisation In Via bezogen werden.

Auf großes Interesse stieß die geplante Ausweitung der Öffentlichkeitsarbeit auf Social Media bei den Teilnehmenden eines weiteren Forums, gerade im Hinblick auf die Ansprache unterrepräsentierter Zielgruppen. Der Vorschlag eines gemeinsamen Workshops und eines regelmäßigen Erfahrungsaustausches wurde begrüßt.

Kleinstmaßnahmen fördern

Das Beratungsangebot für die Bereiche Programmbegleitmaßnahmen und Rückkehrarbeit wurde rege nachgefragt. Ab 2014 können nun auch Aktivitäten von Initiativen gefördert werden, die von drei oder mehr Rückkehrern und Rückkehrerinnen durchgeführt werden. Gefördert werden Sachkosten für entwicklungspolitische Veranstaltungen, wie zum Beispiel Honorare, Fahrtkosten oder Raummieten und die Herstellung von Informationsmaterial. Die Förderhöchstgrenze pro Antrag liegt bei 510 EUR.