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Neuauflage: "Mit kolonialen Grüßen"

Auslandsberichte rassismuskritisch betrachtet

Während ihres Auslandsdienstes erleben Freiwillige ungemein viel und möchten Familie und Freundeskreis an ihren Erlebnissen, Erfahrungen und Eindrücken teilhaben lassen. Sie fotografieren und erzählen in E-Mails, Social Media, (Rund-)Briefen oder einem eigenen Blog, wie es ihnen geht, was sie bewegt, überrascht, glücklich macht oder irritiert. Wieder zurück, geht das Erzählen und Zeigen von Fotos meist erst richtig los. Doch welches Bild wird dabei vermittelt?

Anregungen für den Umgang mit Sprache und Bildern

Die vollständig überarbeite Broschüre bietet einen Einstieg für Menschen, die sich Gedanken darüber machen wollen, inwiefern ihre Wahrnehmungen und Berichte über sogenannte "Entwicklungsländer" in rassistische und koloniale Strukturen verwickelt sind. Sie führt in zentrale Themen wie Kolonialismus und Rassismus ein und beschäftigt sich mit Fragen der eigenen gesellschaftlichen Positionierung. Sie verdeutlicht die Wirkungsmacht von Sprache und Bildern und zeigt einige der häufig in Berichten auftauchenden Erzählmuster auf. Leitfragen und Anregungen ermöglichen es den Lesern und Leserinnen, eigene Vorstellungen, Sprechweisen und Bilder selbstkritisch unter die Lupe zu nehmen und davon ausgehend alternative Handlungsoptionen zu entwickeln.

Zur Neuauflage

In der überarbeiteten Auflage werden die Themen Geschlechterverhältnisse sowie Kapitalismus intensiver behandelt und insgesamt stärker unterschiedliche Herrschaftsverhältnisse und deren Zusammenspiel berücksichtigt. Die Broschüre wurde zudem um ein Kapitel erweitert, welches die Komplexität des Reisens aus einer Perspektive "of Color" verdeutlicht. Darüber hinaus ist die Broschüre mit besser leserlicher Schrift und online als barrierefreies Dokument zugänglich.

(Stand: 13.09.2013)