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weltwärts - Der Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

2009

weltwärts bewegt Deutschland

16.09.2009

Unter großem Anklang fand am 10. September 2009 im Berliner Tempodrom eine öffentliche Veranstaltung mit zurückgekehrten weltwärts-Freiwilligen statt. Wie verändert die Arbeit in Entwicklungsländern die jungen Freiwilligen? Und wie verändern diese jungen Menschen ihre Welt nach der Rückkehr in Deutschland? Rund 450 interessierte junge Menschen und Gäste aus den Bereichen der EZ, Jugendarbeit, Kultur und Politik haben sich informiert, ausgetauscht und gemeinsam gefeiert.

Kleiner Saal im Tempodrom
Kleiner Saal im Tempodrom

In einer Podiumsdiskussion mit Bundesministerin Wieczorek-Zeul berichteten zurückgekehrte weltwärts.Freiwillige in beeindruckender Weise über ihre Erfahrungen während der Auslandszeit und nach der Rückkehr in Deutschland:

Für Maximilian Frömling (19 Jahre, Abiturient) rückten durch seinen Brasilien-Aufenthalt die Kontinente näher zusammen. „Es sind nicht immer die Unterschiede, die ins Auge springen“, sagt er. „Es war verblüffend zu sehen, wie nah wir uns über alle Grenzen hinweg doch sind.“ Im Rahmen der Rückkehrarbeit organisiert er eine Fotoausstellung zu dem Jugendprojekt in Brasilien.

Antje Richter (24 Jahre, Ergotherapeutin) empfand gerade die kulturellen Gegensätze während ihres Einsatzes in einem Heim für schwerbehinderte Kinder in Südafrika als Bereicherung. Dabei muss es nicht immer um die großen Themen der Weltpolitik gehen, sondern, wie in ihrem Fall, einfach um die unterschiedlichen Schönheitsideale von Deutschen und Südafrikanerinnen. Nach der Rückkehr unterstützt sie ihre Entsendeorganisation bei der Vorbereitung der neuen weltwärts-Freiwilligen.

Marie Lessing (24 Jahre, Lehramtsstudentin) hat in indischen Slums gearbeitet und gründete nach ihrer Rückkehr einen deutsch-indischen Bildungsverein. „Wenn ich nur zehn Menschen dazu bringe, sich auch für eine bessere Welt zu engagieren, dann habe ich schon viel erreicht“, erklärt sie. An dem Leibnitz-Gymnasium in Kreutzberg führt sie in der Oberstufe einen workshop zu dem weltwärts-Programm und zu entwicklungspolitischen Themen durch.

Aber sind es nur Einzelfälle? „Das Engagement geht meistens weiter“, betonte Christian Wienberg von der Freiwilligenvereinigung grenzenlos e.V. Viele Freiwillige bleiben in der einen oder anderen Weise der Sache treu.

Im Anschluss an das Podiumsgespräch wurde das weltwärts-Programm mit einem Live-Konzert von TOMTE gefeiert.

Rund 4.200 weltwärts-Freiwillige sind bisher in 78 Entwicklungsländer ausgereist und mehr als 1800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer inzwischen nach Deutschland zurückgekehrt.

Um besondere Initiativen und Projekte der Freiwilligen nach ihrer Rückkehr zu stärken, stellt das BMZ ab sofort über das Projekt „weltwärts und danach“ Mittel in Höhe von einer Million Euro pro Jahr bereit.


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